
INTERVIEW TO GERMAN TV CHANNEL JOYN (02/2026)
"Es gibt nicht viel, was die anderen gegen mich machen können": "The Voice Kids"-Coach Alvaro Soler im Talk
Joyn.de, 10/02/2026
Vor ein paar Jahren war er noch "der Neue", nun will er mit Erfahrung trumpfen. Im Interview erzählt Coach Alvaro Soler, wie es sich anfühlt, zu "The Voice Kids" zurückzukehren, wie sich seine Rolle als Papa auf ihn als Coach auswirkt und warum sich die anderen auf den roten Stühlen ein paar Tricks einfallen lassen müssen.
Hat sich für dich etwas bei 'The Voice Kids' verändert?
Alvaro Soler: Ich bin einfach so ready für meine fünfte Staffel "The Voice Kids", denn ich bin jetzt der OG, der größte Experte hier. Das ist krass, weil Wincent und ich bis jetzt gefühlt immer noch "die Neuen" waren. Ich bin inzwischen Vater geworden und denke, dass ich dadurch noch ein extra Gespür für die Talente entwickelt habe. Diesmal wird mein Team gewinnen, weil #TeamAlvaro jetzt endlich mal gewinnen muss, so wie Tom Cruise endlich seinen Oscar bekommen hat.
Und welcher neue Coach wird deine härteste Konkurrenz?
Michael Patrick Kelly ist, was das Musikerdasein angeht, schon echt krass. Er spielt quasi alle Instrumente und kann sich super begleiten. Er wird für mich musikalisch schon der größte Gegner sein. Aber Leony ist auch eine tolle Sängerin und sehr beliebt. Ich glaube, dass sie ein Vorbild für viele Kids da draußen ist. Durch ihre Energie und ihre Art, wird sie viele Kids abgreifen. Und noch dazu ist sie die einzige Coachin bei #VoiceKids, das unterscheidet sie natürlich auch von uns vier Männern.
Was ist deine Kampfansage an die anderen Coaches?
Es gibt leider nicht viel, was die anderen Coaches gegen mich machen können. Ich habe vier Jahre Erfahrung bei #VoiceKids, "The Voice" in Spanien schon mal gewonnen und bei "X-Factor" war ich in Italien dabei - ich glaube, in meinem Fall spricht die Erfahrung für sich selbst, und sie müssen sich sehr warm anziehen. Entweder haben sie gute Tricks oder es wird nicht viel passieren … an die Antwort muss aber bitte ein Zwinker-Smiley hin ;-).
Wenn du selbst einen Blind-Auditions-Song wählen müsstest, der nicht dein eigener ist. Welcher wäre es?
Ich würde zum Beispiel "So Sick" von Ne-Yo wählen. Das ist ein cooler Song. Er ist gut geschrieben und man kommt immer schön in den Chorus rein und er bleibt nicht so flach, wie manch anderer Song. Lieder, die ein bisschen dramatischer sind, funktionieren meistens gut. Aber generell gilt, dass der beste Blind-Audition-Song für einen der Song ist, der am besten mit der eigenen Stimme funktioniert, also bei dem man die Tonlage gut kriegt. Man muss nicht wie Adele oder wie Freddy Mercury singen können. Es geht auch anders. Aber den richtigen Song für sich selbst zu finden, ist total wichtig
In deiner "The Voice Kids"-Pause bist du Vater einer kleinen Tochter geworden - gehst du jetzt als
Papa anders in die neue Staffel?
Erstmal: Ich bin der Einzige hier, der Papa ist. Das ist ein USP! Das ist auch ein hervorzuhebender, positiver Punkt. Im Vergleich zu den Talenten hier kann ich mit meiner Tochter zwar noch nicht verhandeln, weil sie so klein ist und noch nicht so richtig sprechen kann (lacht). Aber ich finde schon, dass man als Coach dadurch irgendwie eine andere Verantwortung spürt. Ich freue mich noch mal mehr, wieder dabei zu sein, gerade weil ich jetzt sogar Vater bin, und denke auch, dass ich dadurch noch besser auf die Kids zugehen kann.
INTERVIEW TO GERMAN MAGAZINE FAMILIE (02/2026)
Alvaro Soler: Der einzige Plan ist, zu gewinnen
Familie.de, 28/02/2026
Alvaro Soler ist einer der Coaches in der neuen Staffel von „The Voice Kids“. Und für ihn (und die Kids) gehts ums alles, denn dieses Jahr hat Alvaro nur einen Plan: Gewinnen! Im Interview sprechen wir aber nicht nur über seine Strategie für diesen Sieg, sondern auch über Lampenfieber, Erfahrungen die fürs Leben prägen und was #TeamAlvaro so besonders macht.
Alvaro, was ist dein Plan für die neue Staffel von „The Voice Kids“?
Alvaro Soler: Auf jeden Fall gewinnen. [Er lacht] Das ist der einzige Plan. Ich will dieses Jahr den Sieg und den Pokal mit nach Hause nehmen.
Aber dafür brauchst du ja eine Strategie. Wie sieht die denn aus?
Meine Strategie hat sich nicht geändert. Ich habe schon immer das Beste gemacht, was ich machen konnte. Ich war immer schon super leidenschaftlich und habe versucht, die Kids in die richtige Richtung zu leiten und die besten Songs rauszusuchen. Das Einzige, worauf ich hoffe, ist, diesmal den Nagel wirklich auf den Kopf zu treffen und den perfekten Song für die Kids zu finden.
Das ist auch wirklich schwierig, denn es gibt ja Tausende Songs, aus denen man auswählen kann. Und natürlich überlege ich dann: Wäre dieser oder jener Song vielleicht doch noch passender gewesen? Die richtige Songauswahl ist super wichtig.
Ich hoffe, dass sich dadurch, dass es in diesem Jahr neue Coaches und eine ganz neue Dynamik gibt, vieles ändert und #TeamAlvaro gewinnt. Ich freue mich auf jeden Fall, wieder dabei zu sein.
Und wie nimmst du den Kindern den Druck? Denn natürlich wollen sie auch gewinnen, aber sie sollen ja nicht deinen Druck noch zusätzlich spüren.
Nein, natürlich nicht. #TeamAlvaro soll Spaß machen. Das ist das Wichtigste. Es geht nicht in erster Linie ums Gewinnen und auch nicht darum, gegeneinander zu singen. Ich will gar nicht, dass sich da Rivalitäten aufbauen.
Für mich ist Musik etwas, das man mit anderen teilen sollte. Da geht es nicht um ein Gegeneinander. Musik soll Leute zusammenbringen. Ich weiß, dass man denkt, dass das ein bisschen im Gegensatz zum Wettbewerb steht, weil eben nicht alle weiterkommen und bei „The Voice Kids“ gewinnen können. Mir ist aber wichtig, dass die Kids trotzdem spüren, dass es ums Team geht, um den Spaß und das Dabeisein.
Dein Team macht aus, dass es viel Spaß hat. Aber was erwartet die Kinder noch?
Mein Team ist sehr international. Zu mir kommen alle Kinder, die auch Einflüsse aus anderen Ländern und Kulturen haben. Ich finde das total schön, und es passt ja auch gut zu mir. Ich stehe für diese Internationalität und freue mich, wenn sich in #TeamAlvaro alle wohlfühlen.
Du hast gesagt, es gibt Tausende Songs, aus denen man wählen kann. Wenn du dir vorstellst, du würdest als 13-jähriger Alvaro bei „The Voice Kids“ antreten: Welchen Song würdest du wählen?
Das ist eine gute Frage. Vielleicht würde ich „Your Song“ von Elton John wählen und das am Klavier begleiten? Ich konnte damals noch nicht so gut Klavier spielen, dass ich den Song hätte spielen können, aber ich hätte es auf jeden Fall versucht.
Deine Songauswahl ist aber, wie auch die Antwort aus dem Interview mit Michael Patrick Kelly mit einem Song von den Scorpions, gar nicht mal so repräsentativ für die heutigen 13-Jährigen, oder?
Doch, auf jeden Fall. Es ist echt krass, wie viele Kids ältere Songs performen. Das sind teilweise Songs, die ich gar nicht kenne. Die sind dann aus den 60ern oder so. Ich finde das wirklich toll, zu sehen, wie viele Kids sich mit Musik auseinandersetzen und durch mehrere Generationen hindurch wirklich alles hören.
Woran merkst du, ob Kinder nur dabei sind, weil sie berühmt werden wollen, oder weil sie Musik so sehr lieben, dass das ihr Lebenstraum ist?
Das spürt man schon direkt von Anfang an. Sobald sie vielleicht ein bisschen sprechen, merkt man, worum es ihnen eigentlich wirklich geht. Das ist so eine Ausstrahlung. Mit so viel Erfahrung spürt man das irgendwie, dass die Gründe vielleicht nicht die richtigen sind, hier mitzumachen, oder eben andere sind, als nur Musik zu machen.
Was ist etwas, was du Kindern in Bezug auf Musik gerne mitgeben willst?
Dass man neugierig sein soll mit der Musik, dass man immer weiter neue Sachen lernen kann. Wenn man ein Instrument spielt, kann man Unterricht nehmen, sich verbessern, super viel üben und ganz viel ausprobieren. Ich finde es auch gut, wenn sie eine Band starten mit Leuten, die sie kennen. Denn all das hilft dabei zu verstehen, wie Musik funktioniert.
Ich selbst habe auch super viel in meiner Band gelernt. Ich kann selbst kein Schlagzeug spielen, aber ich habe allein durch meine Band sehr viel darüber gelernt, wie Produktionen funktionieren. Ich weiß jetzt, was die Drums machen müssen, obwohl ich keine Drums spielen kann.
Das heißt, dein Rat wäre, nicht nur auf den Gesang zu schauen, sondern auch aufs Spielen von Instrumenten?
Auf jeden Fall, das ist immer gut. Es gibt so viele wahnsinnig talentierte Menschen auf der Welt, und wenn die Kids sich überlegen, später als Musiker oder Sänger zu arbeiten, ist es von großem Vorteil, ein Instrument zu spielen. Wenn man Songs schreiben kann, umso besser.
Es ist einfach so: Je mehr man selber machen kann, je mehr man sich selber sozusagen präsentieren und Ideen stricken kann von dem, was man sich vorstellt, umso einfacher wird es ja, genau das zu machen, was man wirklich machen will. Du weißt einfach viel besser, was zu dir passt und was nicht.
Was hilft generell gegen Nervosität und Lampenfieber?
Ich glaube, das Einzige, was hilft, ist einfach zu machen. Es gibt nicht viel, was man machen kann, außer sich dem immer wieder zu stellen. Denn je mehr Situationen man durchgemacht hat und erkennt, dass das alles nicht so schlimm ist, umso mehr Erfahrungen hat man ja, dass nichts Schlimmes passiert.
Ich war ein super schüchterner Mensch und habe mich dann mit Klavier auf die Bühne gestellt. Ich wollte am Anfang nicht der Frontmann sein. Mir hat das Klavier da sehr geholfen.
Hast du heute Lampenfieber oder ist das kein Thema?
Ich glaube, ich hatte noch nie Lampenfieber. Das bedeutet für mich, dass man gar nicht auf die Bühne geht, dass man sich vielleicht auch sagt: Ich gehe da nicht raus. So war das bei mir nie. Ich war einfach nervös. Ich konnte immer noch springen. Heutzutage bin ich super entspannt. Denn wie gesagt: Je mehr Erfahrungen ich gesammelt habe, desto mehr weiß ich ja, dass Sachen schieflaufen und ich es trotzdem schaffe.
Es kann passieren, dass ich mich nicht höre. Oder dass mein Mikro ausgeht. Oder ich spontan 20 Minuten reden muss, weil die Musik fehlt. Der Strom fällt aus … Ich habe das alles schon erlebt und denke mir: Was soll denn da noch kommen? [Er lacht]
Ich weiß einfach, dass ich das alles schon irgendwie hinkriege. Und das fühlt sich gut an. Das gibt mir ein Selbstbewusstsein, dass ich kein Lampenfieber spüren muss. Wenn du also wissen willst, was ich Kindern, die aufgeregt sind, weil sie ein Referat halten, mitgeben kann, dann das: Selbst wenn es schiefgeht, lassen sich Sachen noch retten. Hauptsache, man macht überhaupt was.
Was ist für dich das Besondere an „The Voice Kids“?
„The Voice Kids“ hat wirklich die besten Talente aus Deutschland und darüber hinaus. Für mich ist das wirklich etwas Besonderes, so viel Talent auf einem Fleck zu sehen. Wo gibt es das denn sonst? Das Überraschendste ist vielleicht, dass es eben alles Kinder sind.
Bei „The Voice of Germany“ hat man schon eher eine Vorstellung davon, welcher Mensch da auf der Bühne steht, auch wenn man sie nicht sieht. Das gibt es bei „The Voice Kids“ nicht. Die kleinen Talente sind jedes Mal eine riesige Überraschung, weil auch das kleinste Talent eine riesige Stimme haben kann. Das gibt es in keiner anderen Show.
Du hast recht, es gibt super viele Talente. Aber trotzdem kann nicht jedes Kind weiterkommen. Wie gehst du damit um, dass man manchmal eben sagen muss: Das war toll, aber es hat leider nicht gereicht?
Ich finde, man muss den Kids genau erklären, woran es liegt. Die meisten wissen das ja auch. Kinder sind viel intelligenter, als viele glauben. Die Wahrheit ist für sie das Wichtigste. Man sollte den Kindern sagen, wieso sie nicht weiterkommen, nicht einfach nur sagen: „Hey, sorry, hat nicht geklappt.“
Wir alle nehmen die Kids sehr ernst, und manchmal kommen sie auch im nächsten Jahr wieder und probieren es noch mal. Ich habe dieses Jahr ein Talent in meinem Team, das letztes Jahr ein No Buzzer war. Niemand hat sich damals umgedreht, und dieses Jahr hatte er einen Viererbuzzer! Gott sei Dank ist er in mein Team gekommen. Und da sieht man eben: Wenn man nicht aufgibt und weitermacht, dann kann sich alles umdrehen. Vielleicht hast du mal ein Nein bekommen, aber jetzt bist du einer der Favoriten!
Wenn man so jung ist, kann in einem Jahr auch so wahnsinnig viel passieren, man kann ganz viel lernen. Wenn man mit viel emotionaler Empathie die Wahrheit teilt, wenn da Respekt vorhanden ist, dann kann man da ganz viel draus mitnehmen und sich eben auch wirklich verbessern.
Wie handhabt ihr das denn unter euch Coaches? Klar, dass ihr empathisch und respektvoll miteinander umgeht. Aber wie sehr neidet ihr euch untereinander die Talente?
Wir wollen ja alle den Talenten dabei helfen, den Titel zu holen. Wir alle wissen aber auch: Nur ein Talent kann am Ende die Show gewinnen. Und wenn das Gewinnertalent nicht in deinem Team ist, dann können deine anderen Talente noch so gut gewesen sein, dann hat dein Team eben nicht gewonnen.
Natürlich kämpfen wir in den Blind Auditions deshalb richtig darum, dass die Talente in unsere Teams kommen – und wir ärgern uns auch kurz, wenn jemand nicht in unser Team kommt. Das macht ja auch den Charme dieser Show aus. Aber an erster Stelle steht: Jedes Talent soll den Coach bekommen, den es sich wünscht.
INTERVIEW TO GERMAN MAGAZINE SUPER ILLU (02/2026)
Alvaro Soler: Über Potsdam-Liebe und Spreewald-Date
Super Illu, 20/02/2026
Der Musiker ist nach einjähriger Pause zurück als Coach bei „The Voice Kids“. Wie es um die künstlerischen Ambitionen seiner kleinen Tochter steht und was er und Ehefrau Melanie Kroll ihr mit auf den Lebensweg geben wollen…
Bei der Verleihung der Goldenen Henne 2019 in Leipzig galt er noch als Newcomer, doch längst ist Alvaro Soler, 35, einer der ganz Großen, auch international. Dabei hat sich Soler, durch dessen Adern spanisches, belgisches und deutsches Blut fließt, Demut und Höflichkeit bewahrt, wie wir im Gespräch mit ihm einmal mehr feststellten.
Alvaro, Sie sind wieder am Start bei „The Voice Kids“. Mit welchen Gefühlen?
Ich bin so happy, wieder dabei zu sein! Die Pause hat mir gutgetan und brauchte ich auch für mein neues Album „El Camino“. Jetzt kann ich mich voll und ganz der Sendung widmen, denn die bedeutet bei allem Spaß auch viel Präsenz und Konzentration, wenn man ein guter Coach sein will. Und das will ich. Danach geht‘s dann auf Tour!
Würden Sie sagen, gegenüber dem „normalen“ „The Voice“ ist die Verantwortung hier noch mal größer, weil es um Kinder geht?
Ja, das finde ich schon. Man achtet schon sehr auf die eigene Wortwahl und braucht einfach eine gewisse emotionale Intelligenz. Und trotzdem wollen die Talente auch, dass man ihnen die Wahrheit sagt. Es geht einfach ums Wie. Aber ich denke, da sind wir Coaches alle respekt- und rücksichtsvoll genug!
Sie sind generell immer äußerst freundlich, wirken geradezu bescheiden. Wie kommt‘s?
Ich bin im ständigen Kontakt mit meiner Familie und Freunden, die ich schon hatte, bevor das alles karrieremäßig explodierte. Und die lieben mich unabhängig von dem ganzen Drumherum. Wenn ich mich mit denen umgebe, bin ich total glücklich und dankbar, wenn ich einfach auch mal nur zuhören kann, statt ständig über mich zu sprechen – wie in Interviews. (lacht) Das ist sehr gesund!
Stichwort Familie: Hat Ihre kleine Tochter schon was mit Musik am Hut?
Also, zumindest interessiert sie sich dafür. Mehr kann man jetzt noch nicht sagen; dafür ist sie einfach zu jung. Gerade ich fänd‘s natürlich schön, wenn sie mal Lust hätte auf ein Instrument oder aufs Singen. Es ist toll, dass so was schon in ihrem Kindergarten gefördert wird, und wir kriegen immer mal wieder ein entsprechendes Video geschickt. Und na ja, bei uns zu Hause gibt‘s alles von Klavier über Handpan und Ukulele bis hin zu Shaker – da kann sie sich auch austoben!
Was wollen Sie Ihrer Tochter an Werten vermitteln?
Auf jeden Fall Respekt gegenüber anderen. Diese so zu behandeln, wie man selbst behandelt werden möchte. Und: Neugier. Die ist der Motor meines Lebens und einfach was total Schönes. Sei es, dass man mal was Ungewöhnliches kocht oder ein fremdes Land erkundet.
Wie sprechen Sie mit Ihrer Tochter?
Das ist ein ganz komischer Mix. (lacht) Vor allem aber Spanisch und Deutsch.
Ihre Partnerin kommt aus Potsdam, dort haben Sie ja auch geheiratet. Gefällt Ihnen die Stadt?
Ich finde Potsdam toll und könnte mir vorstellen, dort mal zu leben. Ich mag die Ruhe – gerade im Vergleich zu Berlin –, und wir waren beispielsweise schon oft auf dem wunderschönen Weihnachtsmarkt. Meine Frau ist zwar in Potsdam geboren, aber im Spreewald aufgewachsen, und den liebe ich auch. Da waren wir auch schon öfter und haben dort bei einem unserer ersten Dates eine Kajaktour unternommen.
Sie erwähnten die Tour im Anschluss an „The Voice Kids“. Werden Frau und Kind da mal dazustoßen?
Nee, auch dafür ist unsere Tochter noch zu klein, zumal ich ja mit meiner Crew im Tourbus unterwegs sein und darin auch schlafen werde. Das wäre einfach zu anstrengend für sie. Später fände sie das sicher mal cool!
Sie sind in Italien noch berühmter als bei uns. Können Sie da „ganz normal“ auf die Straße gehen?
Das kann ich, aber dann sind halt sofort Selfies & Co. angesagt. (lacht) Allerdings sind die Italiener immer superhöflich und cool; mich stört das gar nicht, sondern es freut mich. Ich seh das so: Ich geh entspannt mit meiner Bekanntheit um – und deshalb begegnen die Leute mir auch entspannt!
INTERVIEW TO SPANISH SPORTS WEBSITE SPORT.ES (GIRONA, 04/03/2026)
Álvaro Soler: "En el Camp Nou noté la energía de la gente y me contagió mucho"
Sport.es, 07/03/2026
Con el pistoletazo de salida del Rally Costa Brava, el artista hispanoalemán atiende a SPORT, para contar su historia en la música, su pasión como 'culé' y su participación como piloto en los rallies
Con una sonrisa imborrable, Álvaro Soler (35 años, 1991) se quita el casco, 'deja a un lado el micrófono' y atiende a SPORT con la naturalidad de quien ha hecho de la música su forma de vida. El cantante, que acumula éxitos globales como Sofía, El Mismo Sol o La Cintura, encara ya su décimo año de carrera profesional. En este tiempo ha vivido de todo y sigue mirando al futuro con la misma ilusión que al principio, con un sueño muy claro: algún día subir al escenario del Camp Nou.
Pregunta: Un chico de Sant Cugat viviendo en Berlín y triunfando en Alemania. ¿Cómo ha sido el proceso de conquistar un mercado tan exigente y diferente?
Respuesta: La historia de la música de Álvaro Soler es un poco compleja. De hecho, empezó todo en Italia. El primer ‘hit’, ‘Bajo el mismo sol’, fue en Italia y fue un poco raro todo. No tenía nada que ver, no había vivido allí. Pero la gente conectó muchísimo. Luego fue yendo a otros países, como España o Italia. Ahora, estando en La Voz Kids de Alemania, les agradezco mucho el amor que me dan porque está siendo una pasada.
P: Hace unos meses lanzaste tu cuarto álbum para conmemorar los 10 años de carrera, El Camino. ¿Qué significó para ti y ha tenido el éxito que esperabas?
R: Hoy en día es muy difícil medir el éxito. Primero tiene que ser estar contento con el trabajo que he hecho. Vivimos en una sociedad en la que todo se compara y dentro de la música comparas aún más (los números y todo lo que pasa).
Estoy muy contento con los resultados y con la gira que voy a hacer, que de hecho tengo dos fechas aquí (en España): en Tenerife y Cullera (Valencia). En el resto de Europa tenemos conciertos y está yendo súper bien. Es bonito ver gente de diferentes culturas que canta mis canciones en castellano.
Mucha gente me pregunta: ‘Cuando vas a Alemania, cantas en alemán, ¿no?’. Y les digo que no, que canto en castellano. Es muy bonito ver que las culturas conecten mucho con mi música.
Siempre comentas que cada vez practicas más deporte. Corres en rally.
Correr en rally se ha convertido en una tradición muy bonita con mi mejor amigo. Le invité para su cumpleaños para venir de copiloto, pero luego vi que era bastante “fregao”, porque tenía mucha faena: tiene que estudiar mucho y pensaba que era más fácil.
A raíz de todo esto nació un hábito muy bonito y llevamos cinco años. Además, tenemos la rivalidad con Jordi Roca, que es mi rival número uno. El año pasado acabamos muy juntos y es un rally muy bonito (Costa Brava).
Es icónico porque pertenece al campeonato europeo. Viene gente de muchos lugares (Finlandia, Italia, Alemania, Bélgica…). Me siento muy a gusto porque me encanta competir con gente de todo el mundo y me parece exquisito. Me parecen joyas los que corren aquí y se arriesgan mucho. Aunque no es mi caso (dice entre risas).
¿Tienes algún referente deportivo que te marcara en tu infancia y que te haya acompañado como inspiración a lo largo de tu vida?
Hay mucha gente que me inspira. Hubo un momento clave que era con Fernando Alonso, soy muy fan de él. He visto Fórmula 1 toda mi vida. Siendo medio alemán, medio español, yo era más de Alonso que de Schumacher. En esa época vivía en Japón, en Tokio. Viví siete años allí. Estuve mucho tiempo desconectado de la cultura española y para mí eso, sentir el orgullo español fuera de España cuando ganaba Alonso, era una cosa preciosa.
Me acuerdo de que me motivaba mucho a correr en karts y mi padre me animaba. Tenemos a unos grandes en España, desde Rafa Nadal, ahora mismo Alcaraz, que es una máquina, y tenemos mucha inspiración que darnos a nosotros mismos. Somos una generación que me enorgullece.
Eres culé desde pequeño. Explícame tu pasión por el fútbol y por el Barça.
Empecé a jugar a fútbol en el cole para no perder amigos. Porque si no juegas a fútbol, te quedas sin amigos básicamente (bromea). Entonces, yo como soy un poco alto, como que mi centro de gravedad era más alto y no se me daba tan bien. Pero me parece un deporte tan bonito porque haces piña y te une.
Ir al campo, al Camp Nou, que tengo ganas de ir otra vez, es una de las experiencias más bonitas que he vivido. Cuando la gente canta en los conciertos ves al público cantar y se crea una energía… pero ver a la gente en el Camp Nou, donde caben casi 100.000 personas, es un ambiente que solo puedes vivir en el fútbol.
Fui a algunos partidos cuando era pequeño, a un Barça-Sevilla, noté la energía de la gente y eso era increíble. Me contagió mucho.
INTERVIEW TO BRITISH WEBSITE LATINO LIFE UK (03/2026)
THE LONG EXHALE
Latino Life UK, 09/03/2026
Not many artists can say their very first release changed the trajectory of their career, but Alvaro Soler certainly can. It’s been a decade since a young Soler burst onto the Latin pop scene with his breakout debut single ‘El Mismo Sol.’ What began in a home studio became an international career almost overnight, knocking the singer-songwriter into a tidal wave of industry attention he barely had time to process back then. But it is his latest album ‘El Camino’, a work that reveals a wiser and more grounded artist, that draws our attention. We get together with the German-Spanish artist to unpack his creative process, his experience growing up between cultures and the evolution that birthed the latest chapter of his career.
The first thing I notice about Alvaro Soler is his calmness. The kind that comes from someone who has lived through a whirlwind and learned how to walk through life at his own pace. I remember first being introduced to him back in 2015 when the single El Mismo Sol launched him into stardom in Europe and Latin America. When I hear it now, I still get hit by a nostalgia that feels like stepping back into the summer months of my teenage years.
Ten years later, Alvaro sits across from me through a screen, relaxed and steady as we settle in to talk about his journey. When you look into an artist’s early life, you often find a thread that quietly explains who they later become. In Soler’s case, that thread stretches across continents.
Alvaro spent his childhood moving between Barcelona, Tokyo and Berlin, shifting between cultures and languages long before he launched into the music industry. By his teens, Alvaro spoke six languages. When I ask whether growing up between so many worlds ever made him feel out of place, his expression shifts into something soft and thoughtful.
“I was laughed at in school alot,” he says. “I felt like I did not belong anywhere. Music was where I felt safe and understood.” The sensitivity in what he says carries weight. So many of our readers have probably known that sinking feeling of not quite belonging whilst growing up in a different country.
"For me, music was a nice place to be in…to feel comforable and safe. I think we all need to find that place for us and also be with each other," he adds. "That is why my family is very united."
It is his way of saying that belonging is not always a location. Sometimes it lives in what you love and in the people who anchor you while you figure everything else out.
This leads me to want to know the boy Alvaro was at the very beginning. I ask him what life looked like around the time he released his first album Eterno Agosto (Eternal August) in 2015, long before he knew one of its songs would go double platinum.
“I was a very shy boy, very introverted,” he informs me. “I played the keyboard with my band, and my brother was the lead singer. I wasn’t used to being in the front. At first, I didn’t know what to do with my hands if I didn’t have the protection of an instrument.”
I can almost picture Alvaro then, the young pretty face hiding behind a keyboard during his time in the band ‘Urban Lights,’ unaware that a seismic shift was coming. So I ask whether his overnight rise ever felt real, or if it bypassed him completely.
“Everything happened so quickly,” he says. “When I released El Mismo Sol, it went to number one in a month, and then Jennifer Lopez called. I was just in my room, and suddenly I was here with all these amazing people and sharing stages with the greats of the time... I think I didn’t even have time to process it then”.
Now, at 34, Alvaro has lived so many different lives. From being a judge on The Voice Kids to performing at large festivals, Alvaro’s buckets of experience have now taught him how to process and also express himself better through his new music.
When conversation turns to his new album El Camino, he sits up a little, almost subconsciously. Even having a screen between us, his closeness to this album feels unmistakable. So how different was his creative process this time around?
“This is an album to listen to from number one to number sixteen,” he replies. “It is a whole [linear] story.”
As he describes the process, it feels like he is guiding me through a long corridor of ideas, each door a different sound and a different moment in his life. “I was trying out different things…even with cassette tapes, to sort out what belongs,” he explains.
He even tells me he wrote around fifty songs before cutting them down. As someone who can barely throw away an old receipt, I have to ask if it was hard to part with so many songs.
“It was really hard and really tough to choose the songs because I had many, many songs,” he explains. “There is a moment where you have to choose... and I was like, yeah [to the song], but it just doesn’t fit in the concept.”
When, in a pivotal moment, he realised what the album was meant to be called, he says, everything immediately clicked.
“The moment I knew El Camino was going to be the title, then I knew what I wanted to do. From then on it only took me a year.”
Hearing that surprises me. After the tapes, the experiments, the fifty songs, the fact that the final stretch only took a year feels almost unreal.
Hearing the album for the first time, my curiosity was piqued by Distancia (great song by the way). I found myself wondering about the different instruments, so I had to ask what they were. As soon as the question left my mouth, Alvaro’s face lit up.
“I went to this private collection of very old instruments,” he told me. “There were Indonesian drums hanging from the ceiling, very old, like eight hundred years old.”
There is one instrument Alvaro cannot get over: “This three-metre drum that is hollow from the inside…I would play it while it was suspended because if it is not suspended it has no sound.” He laughs, still slightly amazed. “It was crazy.”
He moves on to another instrument…. “A Chinese string instrument. The last time it was tuned was 1996 and it was still in tune.” He laughs.. “Old instruments have many stories to tell.”
While left slightly bewildered at the thought that I’ve never met a person more enthused by old instruments, we continue through the album. Apagame, he says “talks about my struggles with social media, between the real world and the digital world and how I struggle between both worlds.”
Then comes his song Artificial: “Sometimes I thought wow, this is a bit weird and alot of people asked me ‘What were you thinking’,” he smiles. “The lyrics talk about fear and how I sometimes create these castles of fear which do not really exist. I wanted the song to show a positive outcome.”
Curious about how these songs took shape, I ask him what tends to come first in the studio. Is it the lyric, the melody or the feeling? He thinks for a moment before answering. “Sometimes I have a lyric that I write down on my phone,” he says. “Then I bring it back when I am in the studio and start with that lyric and try to figure out some chords to put on.”
But he admits, “Mostly I think what I love is feeling inspired by sounds and by instruments.” Listening to him, it becomes clear that for Soler, the melody definitely comes first.
When I ask how he celebrated the moment he finally finished everything, I half-expect a story about champagne showers. Instead, he gives me a grin “We did a celebration in Barcelona with my friends and family. I chose a restaurant I love with a beautiful rooftop. The whole day was perfect and then exactly in that hour it started raining heavily,” he laughs, shaking his head at the memory. “But we still had a great time.”
His voice warms as he talks about the people closest to him. He shares with me one of his favourite traditions, something he has carried through every album. “I bring all my friends and family to the studio when every song is almost finished. We stand around one microphone and sing together. It always feels like a big moment.” There is something tender in the way he talks about it, letting the people who shaped him live inside the music too.
Before we wrap up, I ask him to describe EL Camino in one sentence. He pauses for the first time in our interview.
“It is the most personal album that I have written until today,” Alvaro says. He then hesitates before clarifying: “It includes the death of my grandfather but also the birth of my daughter and things I never shared before. It comes from the heart. It is unpredictable. It is fun.”
And then he concludes “Just listen and have a good time.”
And that is exactly what El Camino feels like. A slow exhale. A journey traced from years of growth. A reminder that we all deserve a good time. Alvaro Soler walked his path, and now he invites us to walk a little of it with him.
INTERVIEW TO GERMAN NEWSPAPER EXPRESS (03/2026)
Geburt der Tochter, Tod des Opas
Star-Sänger wird vor Köln-Auftritt richtig persönlich
Express.de, 19/03/2026
Der spanisch-deutsche Popsänger und Songschreiber Alvaro Soler geht mit seinem neuen Album auf Tour. Auf den Auftritt in Köln freut sich der Musiker ganz besonders.
Bei seiner Musik kommt Lebensfreude pur auf. Singer-Songwriter Alvaro Soler versteht es, mit seiner einzigartigen Mischung aus Pop, Latin und spanischem Flair sein Publikum zu begeistern.
Gleich mit der ersten Single „El mismo sol“ begann 2015 die Erfolgsgeschichte. Inzwischen blickt der 35-Jährige auf über zwei Millionen verkaufte Tonträger, mehr als fünf Milliarden Audio- und Videostreams sowie über 150 Gold- und Platin-Awards.
Alvaro Soler tritt am 21. April 2026 im Kölner Palladium auf
Am 21. April 2026 läutet Alvaro Soler mit seinem Konzert im Kölner Palladium endgültig den Frühling ein. Dabei wird er viele Titel seines vierten Albums „El Camino“ sowie seine bekannten Hits „Sofia“, „La Cintura“, „Magia“ und „Solo para ti“ präsentieren.
Zuletzt hat sich einiges im Leben des spanisch-deutschen Popsängers getan. Im Mai 2023 heiratete er das deutsche Model Melanie Kroll, im Juli 2024 wurden sie Eltern einer Tochter. EXPRESS.de sprach mit dem Sänger, der auch Coach bei „The Voice Kids“ ist.
Ihr neues Album wird als „musikalisches Tagebuch“ beschrieben. Was steckt dahinter?
Alvaro Soler: Alle Songs liegen mir am Herzen, weil ich erstmals sehr persönliche Sachen erzähle. Früher habe ich das meist getrennt, aber meine Inspirationen kommen nun mal aus dem Privatleben. Mein Opa ist 2024 verstorben, im gleichen Jahr ist meine Tochter geboren. Diesen krassen Lebenskreis habe ich verarbeitet, indem am Anfang des Albums seine Stimme und am Ende ihr Herzschlag zu hören ist. Allein deshalb bekomme ich immer wieder Gänsehaut.
Es geht auch darum, mehr im Hier und Jetzt zu leben und sich nicht von der Digitalisierung treiben zu lassen. Wie schaffen Sie das?
Alvaro Soler: Meine Frau behauptet, dass ich immer noch handysüchtig bin. Dabei haben wir uns Regeln gesetzt. Das Smartphone kommt nachts nicht mit ins Schlafzimmer. Dann schlafe ich viel besser ein, als wenn ich bis zuletzt noch darauf aktiv bin. Beim Essen legen wir die Geräte auch weg, um dem Gegenüber Aufmerksamkeit zu schenken. Die Dinger sind Fluch und Segen zugleich.
Wie erklären Sie es sich, dass auch Menschen Ihre Musik feiern, die kein Spanisch sprechen?
Alvaro Soler: Wir haben inzwischen den Ruf, eine Good-Vibes-Band zu sein. Vielleicht verstehen nicht alle die Texte, aber die Energie ist ansteckend. Die Menschen wissen, dass bei uns eine gute Zeit garantiert ist, und verbinden mit der spanischen Sprache Urlaub, Sonne und etwas Schönes. Ich freue mich, dass die Leute so etwas damit assoziieren. Unsere Konzerte sind eine Dosis Sommer und Spaß.
Das kann in aufwühlenden politischen Zeiten wirklich jeder gebrauchen.
Alvaro Soler: Unsere Show funktioniert in guten und in schlechten Zeiten. Heutzutage gibt es so viel Ungewissheit. Wenn man die Nachrichten anmacht, frustriert mich das auch. Musik ist da ein toller Ort, an dem es diese Themen für einen Moment nicht gibt. Dieses Gefühl wollen wir mit den Leuten teilen, weil es unser Leben schöner macht.
Was erwartet die Fans bei der Tour?
Alvaro Soler: Wir haben eine komplett neue Setliste erstellt, wie ein Menü. Erstmals spiele ich auch Medleys, weil ich schon so viele Songs habe. Ich freue mich wahnsinnig, das wird mehr als ein Konzert, eine richtige Show. Ich werde auch wieder viel mehr den Kontakt zum Publikum suchen. Nach der Corona-Zeit hat es sich für mich komisch angefühlt, in die Menge abzutauchen. Aber seit dem vergangenen Jahr genieße ich es wieder, das Miteinander zu erleben.
Und welchen Draht haben Sie zu Köln?
Alvaro Soler: Einige Mitglieder meiner achtköpfigen Band sind aus Köln. Ich fühle mich in der Stadt echt wohl. Das Publikum ist besonders menschlich. Für mich als Spanier ist es einfach, dort Spaß mit den Leuten zu haben. Wir feiern gern das Leben und unser Ziel ist es, dass die Menschen gut gelaunt nach Hause gehen.
Sie haben schon die Geburt Ihrer Tochter erwähnt. Wann gibt es den ersten Song, der sie thematisiert?
Alvaro Soler: Die neue Phase ist gerade total schön. Aber ich versuche mich zu zwingen, nicht alles, was ich gerade mit der Kleinen erlebe, direkt in einen Song zu packen. Ich versuche, die Zeit mit meiner Frau als normaler Vater zu genießen. Bestimmt werden die Erfahrungen, die wir gerade sammeln, eines Tages Songs inspirieren.
INTERVIEW TO POLISH RADIO STATION RADIO ZET (03/2026)
Alvaro Soler szczerze o Polsce. "Wasz kraj mnie oczarował"
Radio ZET, 19/03/2026
Niekwestionowany król hiszpańskojęzycznej muzyki w polskich rozgłośniach radiowych wraca do Polski. Alvaro Soler, bo o nim mowa, wrócił niedawno z nową płytą i nie zawaha się jej użyć podczas nadchodzącego koncertu. Artysta opowiedział Magdzie Barczyk o nowym krążku i planach związanych z show, które odbędzie się niebawem w Krakowie.
Alvaro Soler w wywiadzie dla Radia ZET
Alvaro Soler ma w sobie coś ujmującego. Z jednej strony sprawia wrażenie chłopaka z sąsiedztwa, który zjechał pół świata, a ostatecznie skupił się na muzyce. Z drugiej strony dorósł jako artysta. Choć nadal utrzymuje swój charakterystyczny, pogodny muzyczny sznyt, to chętniej eksperymentuje z muzyką. Na przykład na najnowszej płycie "El Camino" - z języka hiszpańskiego "droga". Pytam więc artystę, czy w jego głowie jest taka droga, którą zapamiętał w szczególny sposób.
Wow, co za pytanie. Nikt nigdy nie zadał mi podobnego. Wydaje mi się, że na ten moment byłaby to droga z przedmieść Barcelony na wybrzeże. Spędzaliśmy tam wakacje. To jedno z najbardziej żywych wspomnień, jakie mam z dzieciństwa. Jechałem autem z rodzicami, potem szliśmy na obiad, potem spotykaliśmy się z dziadkami i wracaliśmy do domu. Później rodzice kładli mnie do łóżka i pełen emocji zasypiałem. Niczym się wtedy nie trzeba było przejmować. To piękny czas, który teraz w podobny sposób staram się spędzać ze swoją córką.
Bo nowa płyta jest bardziej osobista, napisana właśnie z perspektywy męża i ojca.
Oczywiście ta płyta jest połączeniem wielu emocji, które towarzyszyły mi w ostatnim czasie. Estetyka tego albumu jest miksem tego, co ludzie nazywają typowym dla Alvaro Solera - latynoskiego vibe'u i pozytywnej energii, a później album przechodzi w bardzo osobisty klimat. Podczas tworzenia tej płyty sam chciałem dowiedzieć się, co we mnie drzemie, jak myślę o różnych rzeczach".
Nowy album zbiega się z jubileuszem 10-lecia kariery artysty, który ma już na swoim koncie ponad dwa miliony sprzedanych płyt i ponad 5 miliardów odtworzeń swoich utworów w sieci. "El Camino" to osobisty dziennik podróży, stworzony podczas sesji pisania utworów w Berlinie, Barcelonie, Londynie, Miami i Afryce Wschodniej, z nowym zespołem i współproducentami.
Poprzednie płyty były bardziej organiczne. Teraz łatwo jest usłyszeć, że niektóre piosenki są znacznie wolniejsze. Są bardziej dojrzałe, bo i ja sam dorosłem. Wcześniej płytę tworzyłem jak playlistę, teraz to zamknięty koncept. Stworzyłem go z czystej miłości do muzyki. Przestawiłem swoje myślenie z kwestii: to będzie do radia, a to nie. Ten album powstawał po części w moim domu, a po części w różnych miejscach na świecie. Głównie dlatego, że chciałem być blisko domu, ale nie zamknąłem się w nim całkowicie. Do jednego z utworów zaprosiłem lokalny kenijski chór kobiet. To pokazuje, że inspiracje czerpałem naprawdę zewsząd.
Alvaro Soler zachwyca się Polską. Koncert w Krakowie już 5 maja
Cofając się do roku 2015. Właśnie wtedy Alvaro Soler rozpoczyna swoją muzyczną wędrówkę debiutanckim albumem "Eterno Agosto". Oprócz przeboju numer jeden „El Mismo Sol”, nagrodzonego łącznie czterema złotymi i dwunastoma platynowymi wyróżnieniami, hiszpańsko-niemiecki wokalista zyskuje sławę na całym świecie - od Ameryki Południowej przez Europę po Daleki Wschód. Nie inaczej jest w Polsce. Niemal każde jego pojawienie się w naszym kraju to święto dla fanów jego muzyki. Kiedy ostatnio zaśpiewał podczas koncertu telewizyjnego transmitowanego z Warszawy, mimo plejady polskich gwiazd to właśnie on usłyszał najgłośniejsze brawa.
Byłem u Was wiele razy i zawsze jesteście dla mnie bardzo mili. Myślę, że wszyscy wiedzą, że kiedy przyjeżdża Alvaro, to po prostu będzie impreza i dobra zabawa, a tego przecież chcą. I my Wam to dostarczymy. Pamiętam ten występ bardzo dobrze i myślę, że również z tego powodu wiele osób wybiera się na koncert w Krakowie. Ludzie po prostu mnie pamiętają i myślą sobie: "Hej, on po dziesięciu latach nadal świetnie sobie radzi”!
Radzi sobie nawet lepiej niż świetnie. Nadchodzący koncert Solera odbędzie się w jednej z największych koncertowych przestrzeni w Polsce. Jak zapewnia sam artysta, dla polskich fanów szykuje coś specjalnego.
Czuję, że to będzie świetny koncert. Mój zespół też nie może się już doczekać przyjazdu do Was. Granie w Polsce jest zawsze wielką przyjemnością. Wasz kraj mnie oczarował, więc cieszę się, że niebawem znów tam będę. Jestem pewien, że szykujemy super show. Latem grałem sporo koncertów z nowymi piosenkami, więc wiem, jak sprawdzają się na scenie, i cieszę się, że stworzymy dla Was takie trochę muzyczne menu z długą listą różnych utworów. Teraz pozostały do dopięcia jakieś drobne szczegóły związane z estetyką trasy i samej sceny, która będzie przecież bardzo ważna. Jest mnóstwo fajnych pomysłów na to i jestem bardzo ciekawy, co powiecie, kiedy przyjedziecie na koncert w Krakowie. Obiecuję - będzie ekstra i naprawdę cieszę się, że tak wiele osób pojawi się na naszym występie. Z wielką radością pojawimy się u Was.
I jak zawsze nie zabraknie dobrej energii, pozytywnego przesłania i wzajemnego szacunku. Ktokolwiek chciałby spędzić dwie godziny w doborowym towarzystwie świetnego skądinąd zespołu i samego Alvaro, niech zapisze w kalendarzu datę. Artysta pojawi się na koncercie w krakowskiej Tauron Arenie już 5 maja.
INTERVIEW TO THE LUXEMBOURGISCH RADIO STATION RTL LETZEBUERG (03/2026)
Nei Musek, nei Tour, vill perséinlech Geschichte vum Alvaro Soler
RTL Lëtzebuerg, 23/03/2026
Am Kader vu senger aktueller Tour bréngt den Alvaro Soler och säin neien Album "El Camino" mat op d’Bün. E ganz besonnesche Projet, well en esou perséinlech ass wéi nach kee virdrun.
Zënter sengem internationale Duerchbroch viru ronn zéng Joer mam Hit "El mismo sol" ass den Alvaro Soler aus der europäescher Pop-Zeen net méi ewechzedenken. Grouss ginn ass hien zu Barcelona mat enger spuenesch-belscher Mamm an engem däitsche Papp, dunn ass d'Famill a Japan geplënnert an haut lieft a schafft hien zu Berlin, tourt duerch ganz Europa an dat mat spuenescher Musek.
"El Camino" – e musikalesche Wee
Mat sengem neien Album wollt de Sänger bewosst eppes anescht maachen: kee Mix vu Lidder, mee eng Zort musikalesch Rees. "Ich wollte halt ein Album machen, der von Anfang bis Ende Sinn ergeben hätte und dass man eben von dem ersten Song ein Intro hat, dann geht's rein. Ich meine, es ist eher wie eine ganze Geschichte und das ist für mich dann am Ende genauso wie ein Weg."
Den Titel "El Camino", also "de Wee", ass dofir och net zoufälleg gewielt.
"Ich finde, ich vergleiche mein Leben immer mit einem Weg und deswegen… Und ich hatte sogar einen Song, der im ersten Album El Camino hieß und es sind gerade zehn Jahre auch seit dem ersten Album, irgendwie hat sich gefügt und dann dachte ich, komm, es muss einfach El Camino heißen."
Eng ganz perséinlech Säit
Vill Lidder um Album baséieren op ganz perséinleche Momenter aus sengem Liewen. Fir den Alvaro Soler ass dat och déi éierlechst Manéier Musek ze maachen.
Op "El Camino" geet et ëm Reesen, Inspiratiounen aus anere Kulturen, mee och ëm ganz emotional Themen. Zum Beispill schwätzt hien an de Lidder iwwer de Verloscht vu sengem Grousspapp oder d'Gebuert vu senger Duechter.
"Ich hatte damals mich nicht getraut, Sachen zu zeigen, wie zum Beispiel die Geschichte von dem Tod von meinem Opa oder die Geburt von meiner Tochter. Und das ist beides in dem Album."
E bësse Vakanz op der Bün
Fir vill Fans kléngt seng Musek no Summer, Sonn a Vakanz – e Bild, dat de Sänger gutt novollzéie kann. "Ich glaube, für Länder, die nicht Spanien sind, fühlt es sich natürlich so an. In Spanien hört es sich so an wie normale spanische Popmusik. Aber ich kann es voll verstehen, weil natürlich viele von euch nach Spanien kommen im Urlaub und im Sommer. Und da meine Musik auf spanisch ist wird das oft assoziert."
A genee dat Gefill wëllt hien och op der Bühn vermëttelen. "Unsere Konzerte sind manchmal einfach eine kleine Dosis an Urlaub oder eine kleine Dosis an Spaß, an guten Vibes, die man eben haben kann, ohne dass man da hinfliegen muss."
Fir seng aktuell Tour huet den Alvaro Soler seng Show komplett nei opgebaut. Och d’Setlist ass vun Null un nei zesummegestallt ginn. Hie freet sech schonn op ganz vill besonnesch Momenter an natierlech och op de Public
Besonnesch Energie zu Lëtzebuerg
De 26. Abrëll kënnt hien zeréck op Lëtzebuerg a kuckt op seng Erliefnisser an eisem Ländchen zeréck. Hie géif sech u seng Optrëtter hei nämlech nach gutt erënneren."Luxemburg ist ja echt ein toller Ort. Und ich finde, die Leute in Luxemburg haben immer mega Energie. Man merkt einfach, dass dieses Internationale da ist und meine Texte von vielen verstanden werden."
A genee dowéinst géif hien och ëmmer rëm gären zeréck kommen.
INTERVIEW TO GERMAN NEWSPAPER KÖLNER STADT ANZEIGER (04/2026)
Alvaro Soler bald auf Tour: „Liebe es, dass die Menschen in Köln so gerne feiern“
Kölner Stadt Anzeiger, 08/04/2026
Der Sänger von Welthits wie „Sofia“ und „El Mismo Sol“ kommt am 21. April ins Palladium. Ein Gespräch über spanische Musik, Köln und das Coachsein bei „The Voice Kids“.
Als der Sänger Alvaro Soler im Jahr 2016 mit „Sofia“ einen internationalen Hit landete, deutete sich bereits jene Phase in der Musikindustrie an, die man heute zurecht als „Siegeszug der spanischen Sprache“ in der Popmusik bezeichnen könnte. Davor war es nicht unüblich, dass Musiker – man denke an den kolumbianischen Star Shakira – ihren globalen Durchbruch auf Englisch hatten, bevor sie wieder auf ihre Muttersprache setzten.
Ein Jahrzehnt später und nach vielen hundertmillionenfach gestreamten Liedern wie „El Mismo Sol“, für den Soler sogar mit Jennifer Lopez performte, sagt der 35-Jährige im Gespräch mit dieser Redaktion: „So ein Konzert wie der Superbowl mit Bad Bunny ist eine echte Repräsentation von Kultur und Zusammenhalt. Musik auf Spanisch ist gerade umso wichtiger, bedenkt man die politische Lage in den USA.“
In Barcelona und Tokio mit einer spanischen Mutter und einem deutschen Vater aufgewachsen, bewegt sich Soler wie selbstverständlich in verschiedenen Kulturen. Am Spanischen hält er als Songsprache auch mit seinem neuen Album „El Camino“ weiter fest. Die gleichnamige Tour führt ihn am Dienstag, 21. April, auch nach Köln. Ein Pflichthalt, wie Soler sagt: „Ich finde die Menschen in Köln so cool. Viele Leute aus unserer Band sind aus Köln. Ich liebe einfach, dass man da so gern feiert, unter Menschen ist und das Leben so liebt. Das ist auch unser Motto für die Bühne.“
Kaum ist „The Voice Kids“, wo er Coach ist, abgedreht und das Finale am vergangenen Freitag (3. April) ausgestrahlt, geht es bald los mit den Konzerten. „Ich freue mich, all die Menschen zu treffen und mit ihnen gemeinsam diese eine Energie zu schaffen“, so Soler. Mit Live-Band, einer neuen Bühnen-Deko und einem Überraschungselement will er seine Fans begeistern. Er habe sich überlegt, wie er näher an sie herankommt, will die Details aber nicht verraten. „Ich habe das richtig vermisst, in einer Menge zu sein. Nach Covid habe ich noch länger das Gefühl mit mir herumgetragen, dass ich noch Respekt vor Menschenmengen habe, auch wenn ich in ein volles Gebäude gehe. Aber ich hatte wieder Lust, das richtig zu machen. Wir haben was Tolles vor“, sagt Soler.
Er wird hauptsächlich die Lieder seines neuen Albums wie „Apágame“ und „Regalo“ singen, doch die Fans können sich auch auf ältere Hits freuen. Diese wegzulassen, habe er einmal gewagt. „War aber keine gute Idee“, sagt Soler.
„Ich mache es dann so, dass wir den Song live ein wenig verändern, sodass er sich immer noch frisch anfühlt. Und trotzdem gibt man den Leuten dann das Gefühl, was sie beim Konzert suchen. Es ist ja auch total schön, dass so viele Songs von mir der Soundtrack für viele Momente im Leben der Fans ist“, sagt Soler. „Auf die Mischung kommt es an“, sagt Soler, der 2013 mit seiner damaligen Band Urban Lights das Finale einer spanischen Castingshow erreichte.
Alvaro Soler zog 2015 nach Berlin, nahm mehrere Alben auf
Danach nahm ihn Universal Music als Solomusiker unter Vertrag, 2015 zog er nach Berlin. „Berlin hat mich quasi ausgewählt. Ich schrieb in Barcelona Songs und dann kannte ich zwei deutsche Produzenten, mit denen ich das erste Album und dann auch die weiteren drei gemacht habe.“ Berlin sei eine tolle Musikstadt in Europa, damals noch deutlich billiger und im Vergleich zu London und Paris ohnehin. „Im Sommer ist Berlin eine tolle Stadt, im Winter kann man es kaum aushalten. Als Spanier bin ich die Sonne gewöhnt“, sagt Soler.
Die Sonne hört man auch in seinen Songs: Es sind fröhliche Melodien, rhythmisch und tanzbar. Die Fans schätzen gerade diesen „positiven Vibe“, das liest man immer wieder. „Bei Musik ist mir Groove sehr wichtig. Wenn ich privat Musik höre, Soul oder R’n’B, Stevie Wonder und ähnliches, suche ich auch diesen Groove. Den Rhythmus, der dich mitreißt. Das versuche ich auch mit meinen Songs“, sagt Soler. In den vergangenen Jahren hat sich der 35-Jährige auch zur TV-Persönlichkeit entwickelt: Seit fünf Jahren ist er Coach bei der Castingshow „The Voice Kids“, bei der Kinder und Jugendliche ihr Talent unter Beweis stellen.
Alvaro Soler: „Die Kinder bei The Voice Kids sind so mutig“
Ganz ohne sei es nicht gewesen, sich vor laufenden Kameras als Coach zu etablieren und eine souveräne Konkurrenz-Attitüde zu entwickeln, so Soler: In der Show buhlen die vier Coaches um die jungen Teilnehmer, damit diese jeweils in ihr Team kommen. „Ich habe mich am Anfang schwer getan, weil ich eigentlich eine introvertierte Person bin.“ Doch: „Ich fühle ich mich total wohl“.
Den Kindern zuzuschauen, bereite ihm Freude. Ob er da Parallelen zu sich früher sieht? „Nein, weil die viel mutiger sind als ich. Ich war mit 16 das erste Mal auf der Bühne und das war super schlimm. Diese Kinder sind mit acht schon viel besser als ich mit 16.“ Je jünger sie sind, desto unbefangener, beobachtet Soler. „Das ist für sie wie ein Sommercamp. Der Druck ist noch nicht so groß. Wenn man älter ist, denkt man: Wenn das nicht klappt, höre ich ganz mit der Musik auf. Sie aber gehen danach wieder in die Schule und haben noch viel Zeit.“
INTERVIEW TO EVENTIM GERMANY (04/2026)
Backstage mit Alvaro Soler: „Man geht raus auf die Bühne und schwappt in diese große Energie“
Eventim.de, 17/04/2026
Dass Popmusik mit spanischen Texten nicht nur in spanischsprachigen Ländern funktioniert, beweist Alvaro Soler seit mittlerweile zehn Jahren. Ein Stück weit ist sein länderübergreifender Erfolg sicher auf seinen multinationalen Background zurückzuführen. Geboren in Barcelona als Sohn eines deutschen Vaters und einer spanisch-belgischen Mutter, lebte er bis zum zehnten Lebensjahr in der katalanischen Metropole. Anschließend verschlug es die Familie nach Tokio, wo Soler eine deutsche Schule besuchte. Zum Studieren kehrte der Kosmopolit nach Barcelona zurück, um schließlich Deutschland zu seiner Wahlheimat zu machen und hier seine Solokarriere zu starten. Vier Alben hat Alvaro Soler seit 2015 veröffentlicht. Im Oktober erschien sein neuestes Werk „El Camino“.
Am 20. April 2026 beginnt die gleichnamige Tour, die den auch als Juror von „The Voice Kids“ bekannten Sänger und Musiker erst in die großen Hallen und Arenen und im Sommer auf die Open-Air-Bühnen des Landes führt. Im Interview erzählte der 35-Jährige von seinem Weg in den letzten zehn Jahren, vom elektrisierenden Gefühl auf der Bühne zu stehen, davon, was uns auf der „El Camino“-Tour erwartet und von seinen Träumen.
Alvaro, auf deinem aktuellen Album „El Camino“, übersetzt „Der Weg“, reflektierst du deinen Weg seit dem Karrierebeginn vor zehn Jahren. Wie würdest du diesen Weg in drei Worten zusammenfassen?
Ich glaube, das größte Wort ist „Überraschung“. Und dann „Dankbarkeit“. Ein drittes wäre „Kultur“. Als mein Soloprojekt damals rauskam, war das Schöne, dass es überall dort erfolgreich war, wo ich überhaupt nicht damit gerechnet hätte. Es war ja zuerst in Italien erfolgreich, was ich mir gar nicht erklären konnte. Dann kam Spanien, dann Deutschland und dazwischen noch andere Länder in Europa. Das war echt verrückt! Deswegen sage ich „Kultur“, weil ich dadurch so viele Kulturen kennenlernen durfte, und auch Sprachen – ich habe dann ja noch Italienisch gelernt. Das hat mir sehr viel gegeben und ich bin daran gewachsen als Mensch.
Wie würdest du das Album musikalisch beschreiben?
Musikalisch ist es sehr „ich“. Das ist vielleicht keine so gute Beschreibung, aber das Album ist sehr ehrlich in Bezug auf das, was ich fühle. Ich wollte eine musikalische Reise darstellen, daher gibt es ein Intro, eine Art Interlude in der Mitte und ein Outro. Mir war sehr wichtig, dass es sich anfühlt wie ein ganzes Album, nicht wie eine Playlist. Es ist sehr persönlich. Es gab vieles, das ich ausprobieren wollte und viele Geschichten, die ich endlich erzählen wollte. Für mich ist es mein bislang bestes Album geworden.
Du beschäftigst dich auf „El Camino“ nicht nur mit der Vergangenheit, sondern ebenso mit der Gegenwart, etwa auf „Regalo“, und auch mit der Zukunft. Blickst du generell eher zurück, nach vorne oder bist du ganz im Hier und Jetzt verwurzelt?
Ich glaube wir sollten alle eine Kombination aus allen dreien haben. Es ist schön, die Vergangenheit nicht zu vergessen, während man von der Zukunft träumt. Aber man darf auch nicht vergessen, dass man den Moment genießen sollte. Auf „Regalo“ erkläre ich genau das: dass man am besten in der Gegenwart leben sollte. Das ist auch ein kleiner Reminder an mich selbst, weil ich mich manchmal dabei ertappe, wie ich zu weit in die Zukunft plane oder darüber nachdenke, was wir morgen machen, obwohl jetzt gerade eigentlich ein mega Moment ist, was dann schade ist. Oder man vergleicht etwas mit Dingen, die man schon erlebt hat und denkt dann das typische „damals war alles besser“ (lacht) – je älter man wird, desto öfter denkt man das, was kein gutes Zeichen ist. Deswegen: Eine Kombi von allem ist gut, vor allem aber, den Moment, das Hier und Jetzt, nicht zu vergessen.
Inwieweit finden die Themen des Albums den Weg in die Konzerte? Werden die vielleicht auch eine Reflexion der letzten zehn Jahre?
Ja, klar. Dieses Jahr haben wir echt viele Shows, was mich sehr freut. Die „El Camino“-Tour startet als richtige Tour und geht dann in die Sommerfestivals über. Seit Monaten bin ich schon damit beschäftigt, die Setlist für die Shows vorzubereiten, und es ist sehr schwierig, weil es nach mittlerweile vier Alben so viele Songs sind. Da ist es natürlich schwer, jedem gerecht zu werden, aber ich habe trotzdem versucht, eine gute Repräsentation von allem hinzubekommen. Das Wichtigste ist „El Camino“, aber es gibt ein bisschen von allem. Eine neue Sache, die ich zum ersten Mal gemacht habe, sind Medleys, also etwa drei verkürzte Songs in einem.
Aktuell bist du auch wieder bei „The Voice Kids“ zu sehen. Gibt es da etwas bei den jungen Talenten, was du als Musiker oder für deine Live-Shows mitnehmen kannst?
Vor allem die Spontaneität. Und den Mut, Sachen zu machen, die man früher noch nicht gemacht hat. Die Kids sind so mutig, dass mich das voll inspiriert. Vielleicht gibt es auch das eine oder andere Talent, das als Gast in meine Show kommt – wer weiß.
Versuch doch bitte einmal zu beschreiben, wie es sich für dich anfühlt, auf der Bühne zu stehen. Was geht da in dir vor?
Einer der krassesten Momente ist der, bevor es losgeht, wenn der Countdown läuft. Ich bin normalerweise nicht besonders nervös vor den Shows, aber in dem Moment, wenn ich höre, dass der Song anfängt und ich in 20 Sekunden dran bin, bin ich sehr aufgeregt – aber schön aufgeregt. Aus dem Backstage geht man raus auf die Bühne und schwappt in diese große Energie. Da sind so viele Leute und es ist ein pulsierendes Gefühl. Diese Energie lässt sich schwer mit etwas anderem vergleichen. Ich versuche immer, das zu erklären, aber man muss es erleben. Ich würde sagen, es ist ähnlich, wie wenn man sich ein großes Fußballspiel ansieht und die Energie des ganzen Stadions spürt. Es ist elektrisierend und total schön, Teil dieser Energie mit so vielen Menschen zu sein.
Gibt es ein Lied, bei dem du dich besonders freust, es live zu singen?
Gerade jetzt mit dem neuen Album gibt es viele. Es gibt einen sehr intimen Song auf dem neuen Album, das ist der Interlude-Song „Mejor Que Yo“. Den finde ich sehr schön und da bin ich gespannt, wie der live wird. Außerdem freue ich mich sehr auf „El Camino“ vom ersten Album. Den habe ich für diese Tour wieder rausgefischt, weil es natürlich total Sinn macht und ganz viele Leute gefragt haben, ob ich den singe.
Kannst du einen besonders schönen Bühnenmoment teilen, an den du dich immer wieder gerne erinnerst?
Es ist zwar kein einzelner Moment, aber ich finde es toll, wenn ich von der Bühne runter ins Publikum gehe. Vor Covid habe ich das immer gemacht. Wir haben dann gemeinsam gesungen und uns hingesetzt und überall waren Lichter. Diese Lichtermomente sind immer magisch und gehören zu meinen Lieblingsmomenten. Es sieht wunderschön aus und jeder fühlt sich mit seinem Licht eingebunden.
Worauf dürfen sich die Fans bei der „El Camino“-Tour besonders freuen?
Auf jeden Fall auf die musikalische Reise. Ich möchte mit der Setlist nicht einfach nur Songs spielen, sondern eine Geschichte erzählen und eine richtige Show aufbauen. Ich bin sehr gespannt, was die Leute denken – es wird nämlich total anders sein als das, was ihr kennt. Wir haben auch ein paar neue Effekte dabei. Für mich ist es gerade sehr spannend, das zu planen. Es wird sehr viele Überraschungen geben und sehr viel Miteinander.
Hast du noch Träume in Bezug auf deine Musikkarriere?
Viele Träume habe ich schon verwirklicht. Aber ich würde super gerne mal in Japan spielen. Ein Konzert in Tokio geben, das ist ein großer Traum von mir, weil ich zum Teil da aufgewachsen bin. Es ist ein toller Ort, der mir viel gegeben hat und ich würde den Japanern gerne etwas zurückgeben.
Gibt es auch eine Traum-Kollabo oder hat die sich mit J.Lo erfüllt?
An eine Kollabo mit J-Lo hatte ich natürlich nie gedacht. Eigentlich hätte ich super gerne mal was mit Phil Collins gemacht. Ja, Phil Collins wäre cool.
INTERVIEW TO THE LUXEMBOURGISH NEWSPAPER L'ESSENTIEL (04/2026)
«Faites du bruit!» Alvaro Soler se réjouit de venir au Luxembourg
L'Essentiel, 23/04/2026
Alvaro Soler se produit à la Rockhal, ce dimanche 26 avril. Le chanteur germano-espagnol nous explique pourquoi son nouveau spectacle sera différent des précédents.
Lorsque Alvaro Soler remontera sur scène au Luxembourg, ce dimanche 26 avril, il reviendra dans un lieu qui lui a laissé un souvenir particulier. «Nous avons joué trois concerts à l'Atelier, c'était vraiment cool. Le Luxembourg est vraiment magnifique. Surtout la vieille ville, où je suis souvent allé boire un café», raconte le chanteur dans une interview avec L'essentiel. Soler est particulièrement fasciné par la diversité linguistique du Grand-Duché. «Je trouve incroyable le nombre de langues que vous parlez. Quand je fais des erreurs, je ne me sens pas si mal.»
Pour sa tournée actuelle, le musicien germano-espagnol a beaucoup retravaillé. «J'ai complètement déconstruit tout ce que j'avais fait lors de la dernière tournée et j'ai créé une nouvelle setlist», explique le chanteur de 35 ans. Même les fans qui l'ont vu en concert l'été dernier peuvent s'attendre à un spectacle totalement différent.
En coulisses, beaucoup de choses ont également changé. Certains membres du groupe sont devenus pères et ne peuvent plus voyager. «C'est pourquoi nous avons deux nouvelles musiciennes qui remplacent deux garçons. Maintenant, nous avons un bon équilibre hommes-femmes», dit-il. Qu'est-ce qui touche particulièrement le musicien sur scène? «Quand les gens chantent fort et que vous ressentez cette énergie en retour, c'est comme une étreinte.» Ce sentiment est difficile à exprimer avec des mots. Il aime particulièrement aller dans le public pour voir les gens de près.
Le chanteur se montre flexible sur le plan linguistique. Étant bilingue, il passe facilement d'une langue à l'autre. Pourtant, il aime apprendre quelques nouveaux mots. Pour encourager le public luxembourgeois, il a déjà une idée: «Macht Kaméidi!» (Faites du bruit!) Et qui sait: peut-être que le Grand-Duché deviendra un jour plus qu'une simple étape de tournée. «Je suis ouvert à essayer de nouvelles choses. Qui sait, peut-être que je m'installerai un jour au Luxembourg et que je chanterai uniquement en luxembourgeois», dit-il à moitié sérieux.
Avec son nouvel album «El Camino» (le chemin), Soler ouvre un nouveau chapitre. Dix ans après son premier single «El Mismo Sol», il revient sur son parcours musical et personnel. L'album combine des instruments traditionnels avec des éléments modernes de pop et de latin pour créer un «son positif et complexe». Il traite de l'amour, de la solidarité, de la découverte de soi et du courage de changer.
«À travers les chansons, j'ai redécouvert ma passion pour la musique», dit Soler. C'est un sentiment merveilleux de raconter à nouveau une histoire cohérente, plutôt que de simples histoires individuelles. «Cet album représente ce que j'ai toujours ressenti.» Les morceaux parlent «d'amour et de solidarité, de guérison personnelle et du courage de changer, de confiance et d'espoir dans un monde en constante évolution».
INTERVIEW TO HUNGARIAN MAGAZINE JOY (06/2026)
„Ha sosem kockáztatunk, akkor semmit nem is érhetünk el” – interjú Alvaro Solerrel
Joy Hungary, 03/06/2026
Az El mismo sol és a Sofia című számaival az egész világot meghódító sztár június 5-én Budapesten, a Barba Negrában lép fel, mi pedig kifaggattuk őt előtte egy kicsit!
Teljesen új setlisttel készült az El Camino elnevezésű turnéjára Alvaro Soler és szerencsére Budapestet is beiktatta az állomások közé: június 5-én a Barba Negrában áll színpadra. A most harmincöt éves sztár nagyon izgatott az közelgő fellépései miatt, azt ígéri, nem „csak” egy koncertre, hanem igazi show-ra számíthatunk tőle – na meg egy őszinte vallomásra is tőle, hiszen a legutóbbi, El Camino című albumának dalaiban ez eddigi pályájának útjáról beszél.
Alvaro Soler június 5-én a Barba Negrában mutatja be új albumát, az El Camino című nagylemezét.
Márpedig Alvarónak van mit mesélnie, hiszen közel tíz évvel ezelőtt robbant be a köztudatba, már a legelső, az El mismo sol című számával! Ez a single akkorát ment, hogy Jennifer Lopez elkészítette vele a spanyol-angol verziót is belőle, és J.Lo mellett tényleg az egész világ felfigyelt rá, mivel a nem sokkal később kiadott Sofia is olyan ikonikus sláger lett, amit mára többmilliárd alkalommal streameltek.
A debütáló, Eterno agosto lemezén szerepelt egyébként az El Camino szám is – ez inspirálta a legújabb, 2025-ben debütáló albuma címét. Ezzel Alvaro Soler lezárt egy fejezetet a karrierjében, és megnyitotta a következőt: ezt már a személyesebb dalszövegek, a különböző műfajok felé nyitás és a letisztultabb hangszerelés jellemzi. A vele készített interjúnkból pedig megtudhatod, hogyan éli meg ezt a fordulópontot a karrierjében.
Az El Camino című albumod dalaiban elmeséled a pályafutásod eddigi történetét. Mivel az El Camino egy olyan zarándokút, amire sokan azért vállalkoznak, hogy jobban megismerjék önmagunkat, muszáj megkérdeznünk: Mit tanultál magadról a karriered kezdete óta?
Nos, valójában sok mindent tanultam. Rengeteg helyen jártam, és rájöttem, mennyire igaz volt az, amit a szüleim mindig mondtak a nyelvtanulásról. (nevet) Akkoriban, amikor tinédzserként franciául tanultam, nem igazán értettem, miért is csinálom ezt. De aztán, amikor elkezdtem utazni a zeném által, és a dalaimon keresztül üzeneteket adhattam át másoknak, rájöttem, hogy ez a legértékesebb dolog, amivel rendelkezhetsz. A nyelv maga a kommunikáció. Szóval számomra ez nagyon kifizetődő lett. És hálás vagyok a szüleimnek. Talán ez a legfontosabb, amit megtanultam.
Ha már történetmesélésről beszélünk… Hogyan írnád le a karakterfejlődésedet ennek a sztorinak a főhőseként?
Egy nagyon introvertált személyből olyasvalakivé váltam, aki ugyan továbbra is introvertált, de közben az extrovertált részét is hagyja kiteljesedni. Ez arról szól, hogy tudd, mindkettő lehetsz – nem feltétlenül csak az egyik. Érezned kell, mi esik jól neked. Persze a zene szorosan összefügg az extrovertáltsággal, különben szinte lehetetlen lenne fellépni. (nevet) Az alkotáshoz lehetsz, introvertált, de a koncertek... Ezt a zenén, a számtalan fellépésen keresztül tanultam meg, rengeteg olyan ember előtt, akiket nem ismertem, különböző országokban. És sokat hibáztam is! De most már igazán magamhoz ölelem az extrovertált részemet, és szerintem ez át is jön a fellépések alatt. Fontos, hogy tudjunk elengedni dolgokat. Néha azért vagyunk introvertáltak, mert félünk megmutatni valamit. De hiszem, hogy minél többet mutatsz meg magadból, annál hitelesebb leszel a végén.
Mi volt az eddigi legnagyobb plot twist a karriered történetében?
Sok ilyen van, de a legnagyobb csavar talán az a karrieremben, hogy amikor elkezdtem zenélni, volt egy bandám a bátyámmal, amiben nem én voltam a szólóénekes, hanem a testvérem, én a billentyűs voltam, és angolul írtuk a számainkat. Úgyhogy szerintem elég hatalmas plot twist, hogy ehhez képest mostanra viszont már énekesként lépek színpadra spanyol nyelvű dalokkal. De az is hasonlóan meglepő fordulat volt, hogy lett egy közös dalom Jennifer Lopezzel (El Mismo Sol – a szerk.) a karrierem kezdetén. Hihetetlen volt, hogy olyasvalakinek, mint neki, tetszett a számom, és azt mondta, oké, hogy senki sem ismeri ezt a srácot, és csak egy slágere volt, de akkor is csinálok vele egy kollabot. Ez elképesztően bátor lépés volt és örökké hálás leszek érte.
Az El Camino lemezeddel új fejezetet nyitottál. Mi az, amit azért magaddal viszel abból, amit már lezártál?
A kísérletezési kedvemet viszem magammal. Korábban egy kicsit jobban korlátoztam saját magamat. Ennek az albumnak pont az volt a lényege, hogy sok különböző dolgot kipróbálhassak és láthassam, mi tetszik. Az sem számított, hogy kevésbé volt gyors a tempó, mint az elmúlt lemezek esetében. Bátrabb volt ilyen albumot írni, és erre büszke vagyok.
Mit üzennél azoknak, akik félnek új fejezetet nyitni az életükben? Hiszen, lássuk be, a változás ijesztő lehet…
Igen, a változás mindig nehéz, mert másnak érződik. És mi, emberek is, gyorsan hozzászokunk a dolgokhoz, és egyszerűen nem akarunk semmit sem elengedni. Szóval természetes, ha félünk a változástól. De végső soron ha sosem kockáztatunk, akkor semmit nem is érhetünk el. Én fontosnak tartom, hogy merjünk próbálkozni, különben, amennyiben nem teszünk semmit, akkor nem lesz változás sem. Haladni kell előre, valahogyan mindig meg kell tennünk egy újabb lépést – ami nem biztos, hogy mindig a megfelelő lesz. Tudod, az El Camino dalom az első, Eterno agosto című albumomról pontosan erről szól. Arról, hogy néha, amikor látsz másokat haladni előre, arra gondolsz, miért haladnak olyan gyorsan hozzád képest? Hogyan juthattak tízszer olyan messzire? Miként érhetnéd utol őket te is? Aztán visszatekintve rájössz, hogy az út, amin te jártál, az a részed volt, és valójában ez volt az egyetlen módja annak, hogy odaérj, ahová akartál. De ma tényleg hajlamosak vagyunk mindenben másokhoz mérni magunkat, például a social media miatt. Azért nehéz, mert azt akarjuk, hogy a változás szupergyors és könnyű legyen. Viszont ha nincs elvégezve a munka, akkor hiába várjuk a változást. Úgyhogy én arra biztatok ki mindenkit, hogy próbálja meg, mert nagyon szórakoztató! És ha nem csinálod, együtt kell élned azzal a tudattal, hogy soha nem leszel kész.
Kíváncsi vagy, pontosan hogyan is szól az a bizonyos új fejezet Alvaro életében?
INTERVIEW TO THE GERMAN MAGAZINE TAKT MAGAZIN (07/2026)
Der Camino ist das Ziel : Zwischen Zoom-Call und Tour-Stress zeigt Alvaro Soler, welchen Weg er in Thüringen nicht„gehen“will.
Takt Magazin, 16/07/2026
Plötzlich spricht die Stimme aus dem Off: „Ihr habt maximal 15 Minuten“. Alvaro Soler, spanisch-deutscher Sänger und Schwiegermutters Liebling geht auf Tour – und wir haben deshalb die einmalige Chance mit ihm zu sprechen. Ebenso wie mit der digitalen Aufsicht. Und wie sollte es bei einem Star seiner Größenordnung anders sein, ist der Interviewtag streng durchgetaktet.
Radio Dresden, Mannheimer Morgen, Ostseewelle Schwerin und zwischendrin irgendwo FUNKE Thüringen. Fragen beantworten wie am Fließband. Und Alvaro? Der sitzt im Zoom-Call so freundlich und maximal ungestresst wie man sich nur vorstellen kann. Er beweist, dass neben popmusikalischem Können und Stimme eines ganz wichtig ist, wenn man Star sein will: Charm. Den hat er. Und bringt das Gesamtpaket tausendprozentig auch nach Thüringen mit. Am 4. September spielt er beim Konzertsommer auf dem Petersberg. Sein offenbar zweites Konzert in Thüringen …
Während Corona spielten Sie im Stadion in Erfurt, mit viel Abstand und allem, was damals eben dazugehört hat. Deshalb mal direkt gefragt: Verbinden Sie eigentlich etwas mit Thüringen?
Ich glaube, das war tatsächlich bisher das einzige Mal, dass wir da waren – also genau das Konzert. Und klar, wegen Covid war damals alles total komisch. Gerade deshalb freue ich mich jetzt umso mehr, diesmal wieder hinzukommen und eine richtige Thüringen-Erfahrung zu haben – nicht nur so kurz, unter Einschränkungen, mit Kontaktverboten und all diesen Sachen. Darauf freue ich mich wirklich sehr.
Dann lassen Sie uns mal auf ihr aktuelles Album kommen. Das heißt ja „El Camino“– also „Der Weg“. Was steckt für Sie hinter diesem Titel?
„Camino“ist für mich einfach ein total starkes Bild. Als das Album rauskam, waren es zehn Jahre, in denen ich professionell Musik gemacht habe, davon leben konnte und die Songs erfolgreich waren. Bei „El Camino“habe ich mich deshalb sehr von diesem ganzen Weg inspirieren lassen, von allem, was Teil von mir ist. Viele Sachen, die vielleicht unterwegs liegen geblieben sind, sind jetzt auf dem Album wieder da – auch ästhetisch, auch als Teil meines Ichs. Das Ganze ist wie eine Reise aufgebaut. Und musikalisch ist das Album wirklich eine große Reise. Es geht durch verschiedene Moods, verschiedene Vibes, verschiedene Inspirationsquellen.
Und genau deswegen ist es für mich „El Camino“. Ich meine, es gab auch schon auf dem ersten Album einen Song, der „Camino“hieß, und der war sehr ehrlich. Überhaupt steckt in diesem Album sehr viel Ehrlichkeit. Deshalb war es für mich ganz natürlich, dass das Album auch so heißen muss: „El Camino“.
Sind sie eigentlich schon mal selbst den Camino de Santiago gelaufen?
Nee, das nicht. Ich wollte das immer mal machen. Aber eigentlich eher mit dem Fahrrad oder so. Das wäre irgendwie cool, glaube ich, vom Baskenland direkt bis nach Santiago. Aber ich habe dafür bisher nie die Zeit gefunden.
Dann hier gleich noch eine Empfehlung für Thüringen: Der Thüringer Camino heißt Rennsteig. Da kann man auch sehr gut laufen und auch Fahrrad fahren …
Ja, also ich habe das nur gesagt, weil es mit dem Fahrrad wahrlation scheinlich einfach schneller geht und die Wahrscheinlichkeit höher ist, dass ich das irgendwie in meinen Terminkalender reinbekomme. Aber ja, wenn das ein cooler Wanderweg ist, dann schreibe ich mir das mal auf meine Bucketlist.
Ihr aktueller Song heißt „Adiós“. Der ist jedoch nicht auf dem Album. Kommt da bald noch was Neues?
„Adiós“ist ein Feature. Das ist ein Song von Lavinia, und ich bin sozusagen das Feature darauf. Der hat erstmal mit „El Camino“gar nichts zu tun. Das ist eher eine parallele Welt, in der sowas entsteht.
Der Song erinnert ein bisschen an Enrique Iglesias.
Ja, das ist auch seine Melodie. Das ist ja ein Remake. Genau die Idee hatte Lavinia mit ihrem Team. Die wollten diese Interpo machen – also eine alte Melodie, die schon existiert, nochmal aufgreifen und einen anderen Text draufsetzen. Und dann haben sie eben einen englischen Text auf den Song geschrieben. Ich fand die Idee ehrlich gesagt mega cool, und deswegen bin ich da direkt aufgesprungen.
Wenn wir schon bei älteren spanischen Songs sind: Inspirieren Sie solche Songs von damals? Enrique Iglesias zum Beispiel – und sein Vater machte ja auch schon Musik.
Auf jeden Fall. Ich glaube, Inspiration ist wirklich überall. Vor allem gibt es ja so viele alte Songs, die immer noch Hammer sind und deren Melodien einfach total gut funktionieren. Gefühlt hat inzwischen jeder zweite Song im Radio oder auch international irgendeine Interpolation. (Red.: Unter Interpolation versteht man die Nachbildung einer Melodie aus einem anderen Song, ohne jedoch zu kopieren.) Ich meine, sogar „Dragostea Din Tei“ist nochmal neu rausgekommen, mit jemand anderem zusammen. Das ist gerade schon eine krasse Zeit dafür. Und es gibt einfach viele tolle spanische Melodien.
Und gerade erlebt spanische Musik ja sowieso einen ziemlichen Hype. Merken Sie das bei Ihnen auch? Und wie blicken Sie auf internationale spanische Stars wie Bad Bunny und dergleichen?
Also ich finde, die Zeit, in der wir gerade leben, ist echt gut für spanische Musik. Für mich war sie ehrlich gesagt aber auch schon immer gut. Das muss man auch sagen. Schon von Anfang an, mit „El mismo sol“, war das eine tolle Sache, dass man mit spanischer Musik so viele Länder bereisen konnte. Und zwar auch Länder, in denen Spanisch gar nicht gesprochen wird. Deshalb ist mir das schon sehr vertraut. Aber ich glaube, gerade für viele neue Künstler, die jetzt anfangen, ist das eine tolle Basis. Da haben Leute wie Bad Bunny oder Rosalía natürlich Türen geöffnet. Deswegen ist das eine gute Entwicklung. Auch wenn viele Texte von Bad Bunny – was meine persönliche Meinung angeht – inhaltlich noch eher sehr oldschool sind. Was er bei der Super Bowl gemacht hat, war natürlich total cool – einfach alle Länder zusammenzubringen. Das ist auch eine Message, die ich seit „El mismo sol“sehr stark in mir trage.
Würden Sie sagen, dass spanische Musik nach englischer vielleicht am anschlussfähigsten ist?
Ja, voll. Also ich glaube, Englisch liegt natürlich durch die Internationalität der Sprache sehr, sehr nahe. Aber Spanisch hat eben auch ein bestimmtes Gefühl. Und man darf nicht vergessen, dass einfach sehr viele Menschen auf der Welt Spanisch sprechen.
Apropos spanische Musiker:innen: Wie war es eigentlich, Jennifer Lopez kennenzulernen?
Jennifer Lopez ist echt eine Superwoman. Das muss man wirklich sagen. Auch damals, als wir zusammengearbeitet haben, hatte sie ja schon so viel in ihrem Leben gemacht. Eigentlich musste sie gar nichts mehr. Sie hätte überhaupt nicht noch stundenlang mit uns ackern müssen. Trotzdem hat sie super lange mit uns für das Musikvideo gearbeitet.
Ich werde es nie vergessen, weil sie selbst um zwei, drei Uhr morgens immer noch so professionell am Start war. Diese Dankbarkeit, die sie dabei ausgestrahlt hat, war für mich wirklich ein großes Beispiel dafür, wie man in der Musikindustrie sein sollte – und generell im Leben. Deswegen: top. Ich bin super dankbar, dass sie den Song mit mir machen wollte und dass sie den so gefeiert hat. Für mich war das ein riesiger Push.
In Thüringen wird JLo wohl leider nicht dabei sein. Was können die Fans von Ihrem Konzert erwarten?
Wir haben eine komplett neue Setliste erstellt, wie ein Menü. Erstmals spiele ich auch Medleys, weil ich schon so viele Songs habe. Ich freue mich wahnsinnig, das wird mehr als ein Konzert, eine richtige Show. Ich werde auch wieder viel mehr den Kontakt zum Publikum suchen. Nach der Corona-Zeit hat es sich für mich komisch angefühlt, in die Menge abzutauchen. Aber seit dem vergangenen Jahr genieße ich es wieder, das Miteinander zu erleben.
INTERVIEW TO THE GERMAN NEWSPAPER TAG24 (DRESDEN, 07/2026)
Álvaro Soler vor Konzert in der Jungen Garde: Musik ist für ihn "Medizin"
Tag24, 29/07/2026
Dresden - Álvaro Soler (35) ist so etwas wie der Sonnenschein des europäischen Pop. 1991 in Barcelona als Sohn einer spanisch-belgischen Mutter und eines deutschen Vaters geboren, wuchs er in Tokio auf und pendelt heute zwischen Deutschland und Spanien. Der Durchbruch gelang dem studierten Industriedesigner 2015 mit dem Hit "El mismo sol" - gefolgt von "Sofia" und TV-Auftritten, zum Beispiel bei "The Voice Kids".
Solers eingängige Latin-Pop-Songs machen gute Laune und passen gut in den Sommer. Diese Energie will der Sänger auf seine große Open-Air-"El Camino Tour" übertragen - mit dem neuen, vom Weltmusik-Flair geprägten Album im Gepäck verwandelt er Bühnen in mediterrane Tanzflächen, wobei hier und da auch Nachdenkliches herausklingt.
Am Freitag (31. Juli, 19 Uhr) ist Termin in der Jungen Garde (Karten für 62,95 Euro im Vorverkauf). Wir sprachen mit dem Star.
TAG24: "El Camino" ist voller Lebensfreude. Ist das in einer Zeit, die von Unzufriedenheit, Gejammer und Geschimpfe geprägt ist, ein bewusstes Zeichen?
Álvaro Soler: Nicht unbedingt. Es gibt aber einen Song, der genau dieses Gefühl aufgreift: "Stero". Darin geht es um den Wunsch, noch einmal bei Null anzufangen und alles zu resetten. Ich habe den Song vor zwei Jahren geschrieben - und er wirkt heute fast noch aktueller.
Man hat manchmal den Eindruck, dass Grenzen verschwimmen: in der Politik, aber auch in der allgemeinen Stimmung. Das ist schade. Mir ist wichtig, dass wir wieder klarer definieren, was geht und was nicht - und dass Moral und Menschlichkeit wieder mehr Gewicht bekommen.
Grundsätzlich ist Musik für mich aber immer "Medizin": Sie kann Gefühle verstärken, trösten oder motivieren. Sie hilft beim Aufstehen, beim Feiern und auch in Momenten, in denen es einem nicht gut geht. Diese positive Energie gehört seit meinem ersten Album zu mir - und das wird sich nicht ändern.
TAG24: "El Camino" bedeutet "Der Weg". Welchen Weg meinen Sie und wer geht diesen Weg?
In diesem Fall ist es mein Weg. Beim vierten Album war mir klar: Ich will mich weiterentwickeln, mich neu erfinden und mich selbst überraschen. Das hat sich bis in Details gezeigt - sogar bei Textzeilen und Wörtern, die ich früher oft benutzt habe und diesmal bewusst vermeiden wollte.
Der Titel steht aber auch symbolisch für einen Weg, der weiter hinausgeht: um die Welt, durch unterschiedliche Perspektiven – und vor allem hin zu dem, was mir am wichtigsten ist: Menschen zusammenzubringen.
TAG24: In Ihrer Familie treffen Spanien, Belgien und Deutschland aufeinander. Von außen wirkt das wie die Verkörperung des europäischen Gedankens. Fühlt sich Ihr Leben von innen auch so an?
Ja, durchaus. Ich fühle mich wie ein Weltbürger - und sehr europäisch. Dazu kommt: Ich habe als Kind in Japan gelebt, das prägt bis heute. Als ich dieses Jahr mit meiner Familie dort war, war es ein besonderes Gefühl, mich an einem Ort zu Hause zu fühlen, dessen Sprache ich kaum noch spreche.
Aus mehreren Kulturen zu kommen, ist ein Vorteil. Natürlich gibt es Momente, in denen man sich nicht vollständig zugehörig fühlt - das kenne ich aus der Schulzeit. Aber genau deshalb finde ich es wichtig, offenzubleiben, rauszugehen, andere Kulturen kennenzulernen. Neugier auf Neues ist entscheidend.
Wie viele Sprachen sprechen Sie - und welche bestimmt Ihren Alltag?
Ich spreche fünf Sprachen fließend: Katalanisch, Spanisch, Deutsch, Englisch und Italienisch. Im Alltag sind es vor allem Spanisch und Deutsch.
Mit meiner Frau spreche ich viel Deutsch - in letzter Zeit aber auch immer häufiger Spanisch. Mit meiner Tochter sprechen wir beide Sprachen, sie wächst bilingual auf.
Hat das Vatersein Ihren Blick auf Musik und Beruf verändert?
Komplett. Mein Beruf ist eng mit meiner Person und meinen Emotionen verbunden - und die verändern sich durch das Vatersein natürlich. Das hat einen sehr positiven Einfluss gehabt. Ich bin sensibler geworden, ich weine mehr - aber das ist etwas Gutes. Ein Song, der für uns sehr persönlich ist, ist "Te Imaginaba": Ich habe ihn für meine Frau geschrieben, und ungefähr in der Zeit, als er erfolgreich wurde, ist unsere Tochter geboren. Für uns ist das wie ein Familien-Soundtrack.
Was erwartet die Fans bei der Show in Dresden?
Ich freue mich sehr auf die Junge Garde - eine der schönsten Bühnen in Deutschland. Wir haben lange an dieser Tour gearbeitet, und für mich ist sie "die reinste Form" von Alvaro: energiegeladen, tanzbar, aber auch mit emotionalen Momenten. Ich finde, die Grenze zwischen Bühne und Publikum sollte nicht zu groß sein – deshalb wird es auch eine kleine Überraschung geben. Ich bin dankbar für alle, die kommen, und freue mich riesig auf Dresden!